Kollegin über Maha D. – „Sie war immer so glücklich“
Stuttgart
Im Mordprozess um den gewaltsamen Tod der Pflegeschülerin Maha D. aus der Stuttgarter Türlenstraße berichten mehrere Zeugen. Ein Fotograf erzählt von wütenden Anrufen des Angeklagten bei ihm.
In diesem Schwesternwohnheim in der Türlenstraße im Stuttgarter Norden wurde Maha D. getötet.
(Foto: Bilger)
Nur ein paar Meter trennen die beiden Männer – den Angeklagten und den Zeugen – in Saal 6 des Landgerichts Stuttgart voneinander. Mohammed S. soll seine mit ihm nach islamischem Ritus verheiratete Frau Maha D. am 24. Januar, einem Samstag, getötet haben. Laut der Mord-Anklage habe sie nicht in sein „stark traditionelles und religiöses Rollenverständnis“ gepasst, wonach eine Frau zu gehorchen und sich unterzuordnen habe. Erst drei Tage nach ihrem gewaltsamen Tod war Maha D.s Leiche in ihrem Zimmer im Schwesternwohnheim in der Türlenstraße gefunden worden. Da sie am Montag und auch nicht am Dienstag zur Arbeit im Krankenhaus Stuttgart-Bad Cannstatt erschienen war, hatten ihre Kolleginnen die Polizei verständigt.
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