Kleine Kufenflitzer sind heiß auf Eis
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MT-Reporterin vor Ort: Kinder lernen bei den Blue Gold Stars die Grundlagen des Eishockey – Auch Mädchen sind willkommen
Tom Bernecker ist nicht einmal 1,40 Meter groß, wiegt keine 40 Kilo. Ein paarmal in der Woche verwandelt sich das zehnjährige Fliegengewicht aus Mühlacker in einen bulligen Action-Helden. Er spielt Eishockey bei den Blue Gold Stars des CfR Pforzheim. Ein Sport für Stehaufmännchen, nicht für Rüpel, betont Abteilungsleiter Martin Hämmerle.
Keine Angst vor harten Schüssen: Stella Aul (8) hat sich für die Torhüterposition im Eishockey entschieden. Mädchen sind in dem eiskalten Männersport in Deutschland eine Seltenheit. Fotos: Hansen
Pforzheim. In der Umkleidekabine der St. Maur Halle in Pforzheim liegt die achtjährige Stella Aul auf dem Boden, ihre Mutter steht über ihr und zurrt an Riemen. Die Schülerin benötigt Hilfe beim Anlegen der dick gepolsterten Schienbeinschoner, die sie vor Schlagschüssen der Spieler schützen. Rund 20 Minuten dauert ihre Verwandlung vom süßen Mädchen zum taffen Keeper. Die blonden Locken verschwinden unter dem Helm mit Geschichtsschutz, an den schmalen Händen prangen riesige Handschuhe, die Schlittschuhe lassen sie ein paar Zentimeter wachsen. „Ja, Eishockey bringt Spaß. Nein, die Jungen ärgern mich nicht“, widerlegt sie das Vorurteil vom eiskalten Männersport. „Natürlich sind bei uns auch Mädchen willkommen“, bestätigt Trainer Ken Filbey. Er berichtet: „In den USA gibt es sogar Vollstipendien für Frauen. Die spielen in der College-Liga.“
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