Kehrtwende, Kirchenschelte und Krisenpolitik
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Maulbronner Bürgermeister zieht, tritt und rudert zurück – Persönliche Erklärungen prägen rekordverdächtige Gemeinderatssitzung
Maulbronn. Rathauschef Andreas Felchle hat seinen Vorstoß für die Rücknahme der Aufstockung des Zuschusses für die Maulbronner Klosterkonzerte im Gemeinderat am Mittwoch überraschend zurückgezogen. Hintergrund für die kurzfristige Änderung der Tagesordnung ist laut Felchle ein Schreiben des Oberkirchenrats Werner Baur, der wegen der Querelen um die Zukunft der Klosterkonzerte jetzt offenbar das Gespräch mit den Vertretern des Gemeinderats sucht. Dass sich durch das Treffen neue Fakten ergeben könnten, daran glaubt der Bürgermeister jedoch nicht. Vor dem Hintergrund des Tauziehens um eine neue Organisationsstruktur für das Musikfestival gab Felchle dann im Rat gleich auch noch eine ganz persönliche Erklärung ab. In seinen 21 Jahren als Bürgermeister habe er eine Vielzahl von negativen Erfahrungen mit seiner evangelischen Landeskirche gemacht. Ihm missfalle, wie die Kirche mit Menschen umgehe. Felchle nannte als Beispiel das Verhalten der Seminarstiftung gegenüber dem ehemaligen künstlerischen Leiter der Klosterkonzerte, Professor Jürgen Budday.
„Es geht allein um Kritik an der Institution Kirche“
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