Kampf gegen den Motorradlärm

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Enzkreis schließt sich einer landesweiten Initiative an, spricht sich aber gegen zeitlich begrenzte streckenbezogene Fahrverbote aus. Neues Display zur Lärmmessung soll noch in der Motorradsaison 2020 zum Einsatz kommen.

Enzkreis. Nicht nur in Iptingen werden Klagen über Motorradlärm immer lauter. Zwar sieht die Verkehrsbehörde im Landratsamt keine Handhabe für entsprechende verkehrsrechtliche Anordnungen, aber immerhin schließt sich der Enzkreis jetzt der „Initiative Motorradlärm“ an, spricht sich jedoch gleichzeitig gegen streckenbezogene Fahrverbote aus. Dies hat der Kreisrat in seiner Sitzung am Montag beschlossen, die aus Coronagründen vom Großen Sitzungssaal des Landratsamts in die deutlich größere Kulturhalle Remchingen verlegt wurde.

Kampf gegen den Motorradlärm

Die Klagen über Motorradlärm nehmen zu. Der Enzkreis schließt sich einer landesweiten Initiative im Kampf gegen das Phänomen an. Foto: Fotomoment

Bei der Initiative Motorradlärm handelt es sich um einen Zusammenschluss im Land Baden-Württemberg aus 95 Kommunen und inzwischen neun Landkreisen mit dem Ziel, sich mit einem Forderungskatalog zur Reduzierung von Motorradlärm an den Bund und die EU zu wenden und dem Thema in der Öffentlichkeit mehr Gewicht zu verleihen. Die Kernforderungen sind: Motorräder müssen leiser werden, Motorräder müssen leiser gefahren werden und rücksichtsloses Fahren muss deutliche Folgen haben. Mit der derzeitigen Gesetzeslage sei dem Problem Motorradlärm nicht beizukommen, findet Landrat Bastian Rosenau, weil diese nur den Durchschnittslärm berücksichtigt, nicht aber den individuellen Lärm einzelner Fahrzeuge.

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