Intercity bleibt für Kunden im Nahverkehr tabu

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Landesminister dämpft Hoffnungen der regionalen Bahnkunden

Enzkreis (pm/the). Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) macht den Bahnfahrern in der Region wenig Hoffnung, dass sie für die Fahrt von Mühlacker nach Stuttgart oder Karlsruhe in absehbarer Zeit auch ohne Aufpreis den Intercity nutzen könnten. Der Enzkreisabgeordnete Dr. Hans-Ulrich Rülke (FDP) hatte sich direkt bei der Landesregierung nach den Chancen einer Bezuschussung erkundigt, um auch den Kunden mit Nahverkehrsticket die Möglichkeit zu geben, im schnellen und bequemen IC mitzufahren.

In seiner schriftlichen Antwort macht Hermann deutlich, die Landesregierung sehe derzeit keine Möglichkeit, diesen Vorschlag aus der Region aufzugreifen, der sich am Konzept für die Gäubahn in Richtung Zürich orientierte, wo die Reisenden im Nahverkehr mit dem Nahverkehrsticket auch in den IC einsteigen dürfen. Die beiden Strecken, so der Minister, seien nicht vergleichbar. Da die Gäubahn in weiten Teilen nur eingleisig sei, lasse diese Strecke kein attraktives Fahrplanangebot zu, weshalb die Verzahnung von Nah- und Fernverkehr eine Notwendigkeit darstelle. Außerdem würden dort im Gegenzug Regionalexpress-Linien gestrichen und Kosten gespart. Auf der Strecke Stuttgart-Pforzheim-Karlsruhe, so Hermann, bestehe dagegen sowohl für die IC-Züge als auch für die RE-Züge eine große Nachfrage.

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