In der Krise ertönt der Ruf des Muezzins
Lokales Online
Der Maulbronner Bürgermeister hat den öffentlichen Gebetsruf wegen Corona ausnahmsweise erlaubt, was nicht jedem gefällt
Der Muezzin ruft zum Gebet, was in Maulbronn weithin hörbar ist. Foto: Fotomoment
Maulbronn. In Deutschland läuten die Glocken, obwohl kein Gottesdienst stattfinden darf. Das Geläut soll vielerorts ein Zeichen der Verbundenheit aussenden. Die Christen stehen in schwierigen Zeiten zusammen – auch wenn jeder für sich betet, betet man wenigstens zur gleichen Zeit. Dies schafft Gemeinschaft und kann Menschen Halt geben. Das ist der Kern der weithin hörbaren Botschaft. Wegen der Corona-Krise hat der Maulbronner Bürgermeister Andreas Felchle der muslimischen Gemeinde der Mimar Sinan Moschee, die im Gewerbegebiet im Talweg 4 beheimatet ist, ausnahmsweise gestattet, immer donnerstags zwischen 20 und 21 Uhr zum Gebet aufzurufen – und zwar über Lautsprecher.
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