„Ich will, dass sich etwas bewegt“

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Mühlacker. Kein Kinderspiel war es für die Stadt Mühlacker im vergangenen Jahr, die Neukonzeption der Spielplätze auf den Weg zu bringen. Kein Kinderspiel stellt auch die noch laufende Umsetzung der groß dimensionierten Maßnahme dar, in deren Rahmen Plätze teils aufgegeben, teils aufgewertet, teils verkleinert oder einer neuen Zielgruppe zugeführt wurden und werden. Insgesamt sei die Resonanz positiv, berichtet Inga Gallob, die für Grünflächen zuständige Mitarbeiterin des städtischen Umwelt- und Tiefbauamts. Zumindest im Fall des Spielangebots an der Danziger Straße aber regt sich unter den Eltern der Nutzer Unmut.

Sitzen? Das ist auf dem Spielplatz im Bannholz zum Leidwesen vieler Eltern nur auf dem bewegten Untergrund der Wippe möglich.

Sitzen? Das ist auf dem Spielplatz im Bannholz zum Leidwesen vieler Eltern nur auf dem bewegten Untergrund der Wippe möglich.

Das Resultat der Umbauarbeiten im Bannholz Nord, wo die bestehende Fläche zwar erhalten, aber verkleinert und auf kleinere Kinder zugeschnitten wurde, nennt Markus Mannhardt in einem Schreiben an unsere Zeitung „eine verlassene Baustelle“ und spricht von einem „beschämenden Bild“. Die Bodenbeschaffenheit sei unzureichend, verweist der Vater zweier sieben und neun Jahre alter Söhne auf einen mit Unkraut bedeckten Vorplatz, zu wenig Rindenmulch, Sand und Gras. Die sich präsentierende Schotterfläche stelle gerade für Kleinkinder eine Gefahrenquelle dar. Zudem fehle jegliche Sitzgelegenheit für Eltern, die ihre Kinder begleiteten. Andere Mütter und Väter im Wohngebiet seien derselben Meinung, erinnert Mannhardt an die letztlich erfolgreich vorgetragene Bitte vieler, den Spielplatz nicht aufzugeben. Dass sich das Angebot jetzt explizit an die Jüngsten wende, akzeptiere er, schließlich könnten etwas ältere Kinder Plätze im näheren Umfeld nutzen, stellt der Vater klar. Auch verstehe er, dass Anlieger keinen Teenie-Treffpunkt in ihrer Nachbarschaft wünschten. Doch müsse der Spielplatz attraktiv bleiben. „Deshalb gehört das Thema auf die Tagesordnung“, sagt Mannhardt, zumal die Stadt gerne ihr kinderfreundliches Image pflege.

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