„Ich hab’ nur in den Himmel geschaut“

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Unfallopfer bedankt sich bei den Einsatzkräften – Schwer verletzte Hand kann dank schneller Hilfe gerettet werden

Pforzheim/Kieselbronn (pm). Diesen Tag wird Klaus Lerche nie vergessen: Als der 55-jährige Kraftfahrer aus Vaihingen am frühen Nachmittag des 18. Juni 2018 auf einer Baustelle in Kieselbronn einen Baggergreifer abliefern will, wird seine linke Hand beim Abladen zwischen einer Wand und dem schweren Gerät eingeklemmt. Lerche sieht, dass sein Arbeitshandschuh zum größten Teil zerfetzt ist. Wie seine Hand. „Ohje, das wird nie wieder“, habe er für sich gedacht. Er ruft um Hilfe, und sein großes Glück ist, dass sich in der Nachbarschaft eine Krankenschwester des Pforzheimer Siloah St. Trudpert Klinikums gerade im Garten aufhält. Sie eilt zu dem Verletzen, setzt einen Notruf ab und leistet Erste Hilfe.

„Ich hab’ nur in den Himmel geschaut“

Nach dem dramatischen Einsatz am 18. Juni in Kieselbronn (Bild oben) bedanken sich Klaus Lerche (Mitte) und seine Frau Doris Lerche-Münch persönlich bei den beteiligten Einsatzkräften.

Es war der Auftakt zu einem Einsatz mit Happy End, für den sich das Opfer in dieser Woche persönlich bedankt hat. In der Integrierten Leitstelle in Pforzheim nahm Rettungsassistent Joachim Kaussmann den Anruf entgegen und schickte einen Rettungswagen aus der nahen Wache an der Kieselbronner Straße zum Unfallort. „Herr Lerche äußerte erst bei unserem Eintreffen Schmerzen“, blickt Rettungsassistent Lars Zentner zurück. „Wir mussten uns erst ein Bild vom Grad der Verletzung verschaffen.“ Die Hand war komplett zertrümmert, zwar teilweise noch von Haut umgeben, aber quasi innerlich ab dem Handgelenk amputiert. Für Klaus Lerche war der Anblick schlimm: „Ich bin einfach dagelegen und hab’ nur in den Himmel geschaut.“

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