IHK zeichnet Ausbildungsbetriebe aus

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Acht Unternehmen bekommen das neue Gütesiegel verliehen – Bewerbungszahl in Betrieben ist rückläufig

Niefern-Öschelbronn. Eine gute Ausbildung ist für Unternehmen wie für Azubis immer auch ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunftssicherung. Dass dieser Schritt kein Spaziergang ist, machte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nordschwarzwald in der Kirnbachhalle in Niefern deutlich. „Der demografische Wandel macht sich auch bei Betrieben in der Region bemerkbar“, erläutert Tanja Traub, Pressesprecherin der IHK. „Die Bewerbungen in den Betrieben sind rückläufig.“ Außerdem hätten die Unternehmen festgestellt, dass auch die Qualität der Bewerber nachgelassen habe.

Von links: Steffen Stippl (Homag Holzbearbeitungssysteme), Alfred Lewender (Felss Systems), Sabine Rentschler (Seuffer GmbH), Jürgen Wankmüller (Volksbank Wilferdingen-Keltern), Harald Gnegel (Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses), Martin Keppler (IHK-Hauptgeschäftsführer), Reiner Muhr (Sparkasse Pforzheim Calw), Michael Volk (Volksbank Pforzheim), Silke Görnitz (Admedes Schuessler), Sina Marks (Meyle+Müller GmbH). Foto: Mummert

Von links: Steffen Stippl (Homag Holzbearbeitungssysteme), Alfred Lewender (Felss Systems), Sabine Rentschler (Seuffer GmbH), Jürgen Wankmüller (Volksbank Wilferdingen-Keltern), Harald Gnegel (Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses), Martin Keppler (IHK-Hauptgeschäftsführer), Reiner Muhr (Sparkasse Pforzheim Calw), Michael Volk (Volksbank Pforzheim), Silke Görnitz (Admedes Schuessler), Sina Marks (Meyle+Müller GmbH). Foto: Mummert

Deshalb sah sich die IHK in der Pflicht, einen Preis auszuloben, der die „ausgezeichnete Ausbildung“ in diversen Betrieben honoriert. Damit sollen sich Unternehmen im Wettbewerb um die besten Köpfe einen Vorteil verschaffen können – das Gütesiegel „Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“ war geboren. „Damit wollen wir Unternehmen belohnen, die sich um eine qualitativ hochwertige Ausbildung bemühen“, erklärt Martin Keppler, IHK-Hauptgeschäftsführer, bei der Verleihung. Vor rund 30 Anwesenden bekamen acht Unternehmen erstmalig das neue Gütesiegel verliehen: Admedes Schuessler aus Pforzheim, Volksbank Wilferdingen-Keltern, Homag Holzbearbeitungssysteme aus Schopfloch, Meyle+Müller aus Pforzheim, die Firma Seuffer aus Calw, die Volksbank Pforzheim, Felss Systems aus Königsbach-Stein und die Sparkasse Pforzheim Calw. „Es freut uns, dass die IHK unsere Ausbildung mit ihrem Siegel auszeichnet“, sagt Stephan Scholl, Vorsitzender der Sparkasse, sei doch die Sparkasse der größte Ausbildungsbetrieb in der Region. „Unsere Ausbildung bewegt sich auf sehr hohem Niveau“, sagt Scholl. „Wir fördern nicht nur die Fachkompetenz, sondern auch die Persönlichkeitsentwicklung unserer Azubis.“ Und sein Kollege, Personalleiter Reiner Muhr, fügt hinzu: „Seit Jahren ist es unser Anliegen, überdurchschnittliche Leistungen bei der Ausbildung zu erbringen, denn wir akquirieren unseren gesamten Nachwuchs über die Ausbildung.“ Derzeit seien dies rund 183 Azubis. Dass es in der Region zunehmend an Ausbildungsreife fehlt, ist auch dem Personalleiter nicht entgangen. „Wir stellen beispielsweise fest, dass Abiturienten nicht mehr kopfrechnen können“, sagt er. Da muss auf die Frage, wie viel zwei Prozent von 1000 Euro sind, schon der Taschenrechner oder das Handy gezückt werden. Dennoch sind sich die anwesenden Vertreter der Unternehmen einig, dass sie weiterhin viel für die Ausbildung leisten und so die eigene Zukunft sichern wollen.

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