Hochwasser bleibt im Gedächtnis

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Versammlung der Feuerwehr Ölbronn-Dürrn – Ehrenzeichen für Horst Dieterle und Frank Pauker

Ölbronn-Dürrn. 37 Einsätze musste die Freiwillige Feuerwehr Ölbronn-Dürrn im vergangenen Jahr bewältigen, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Doch diese Statistik spiegelt nur die halbe Wahrheit wider. Denn hinter dem statistisch nur als einen einzigen Gesamteinsatz verbuchten Hilfsdienst der Feuerwehr am 8. Juni 2016 und in den Tagen danach verbergen sich insgesamt gut 40 Einsatzstellen in Ölbronn und Dürrn. Ein gewaltiges Unwetter mit Starkregen hatte die beiden Ortsteile, vor allem jedoch Ölbronn, heimgesucht. Was mit einem Blitzeinschlag in einer Scheune im Dorfanger Ölbronn und einem ersten vollgelaufenen Keller an der Schillerstraße begonnen hatte, führte zu „einem der größten Einsätze in der Geschichte der Feuerwehr Ölbronn-Dürrn“, erinnerte jetzt Feuerwehrkommandant Jürgen Braun auf der Hauptversammlung der Floriansjünger. „In der Leitstelle der Feuerwehr gingen die Hilferufe im Minutentakt ein.“ Vor allem die Untere Steinbeisstraße, die Talstraße und die Sonnenstraße sei von einem Bild der Verwüstung gezeichnet gewesen. Ganz besonders getroffen hatte es das Areal beim „Bahnhöfle“; hier habe das Wasser rund 2,20 Meter hoch gestanden, berichtete der Kommandant. Erst um 3.30 Uhr morgens war die erste Einsatzrunde vorbei. Auch am Donnerstag, 9. Juni, mussten die Feuerwehrleute den ganzen Tag über Reste von Wasser aus Kellern pumpen sowie Straßen und Schächte von Schlamm und Unrat befreien. Erst am Abend des 10. Juni konnte sich die Feuerwehr an das Reinigen der eigenen Gerätschaften machen und die Einsatzfahrzeuge wieder ordnungsgemäß aufrüsten.

Hochwasser bleibt im Gedächtnis

Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes Baden-Württemberg erhalten Horst Dieterle und Frank Pauker (vorne v. li., mit Urkunde). Mit ihnen freuen sich (v. li.) der stellvertretende Kreisbrandmeister Michael Szobries, Kommandant Jürgen Braun, Bürgermeister-Vize Helmut Schneider und der stellvertretende Feuerwehrverbandsvorsitzende Udo Frey. Foto: Schott

Den Dank der Gemeinde für die gewaltige Hilfeleistung und die Einsatzbereitschaft der ehrenamtlichen Feuerwehrleute überbrachte Vizebürgermeister Helmut Schneider anstelle von Bürgermeister Norbert Holme, der krankheitsbedingt nicht an der Versammlung teilnehmen konnte.

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