Handwerk meistert schwere Aufgaben

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Verschärfte Vorgaben für Kreditvergabe und Wegfall der Meisterpflicht: Rahmenbedingungen werden zunehmend schwieriger

Basel III, Dumpingpreise, Wegfall der Meisterpflicht, Fachkräftemangel – dass Handwerksbetriebe schwierige Rahmenbedingungen meistern müssen, machten Referenten auf der Jahreshauptversammlung der Kreishandwerkerschaft Pforzheim/Enzkreis deutlich.

Kreishandwerksmeister Rolf Nagel (re.) ehrt Bernd Hoheisen (Glaserinnung) und Rüdiger Deeg (Stuckateurinnung) für ihr zehnjähriges Engagement als Obermeister ihrer Innungen. Foto: Hansen

Kreishandwerksmeister Rolf Nagel (re.) ehrt Bernd Hoheisen (Glaserinnung) und Rüdiger Deeg (Stuckateurinnung) für ihr zehnjähriges Engagement als Obermeister ihrer Innungen. Foto: Hansen

Enzkreis/Pforzheim. Hans Neuweiler, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Pforzheim Calw, sieht im Schatten des Reformpaketes Basel III zur Bankenregulierung deutlich höhere Kreditzinsen auf den Mittelstand zukommen. „Alle Banken sollen verpflichtet werden, die Eigenkapitalunterlegung für Kredite zu erhöhen, von bisher acht auf 10,5 Prozent“, nannte er eine von vielen Maßnahmen. „Basel III verringert den Spielraum für Kreditwachstum um rund ein Viertel. Während bisher mit einer Eigenkapitaldeckung von einer Million Euro 12,5 Millionen Euro an Kredite vergeben werden können, wären es dann nur noch 9,53 Millionen Euro“, rechnete der Betriebswirt vor. Gleichzeitig müssten bei Basel III auch von der Bank zugesagte, vom Kreditnehmer aber nicht abgerufene Kredite mit Eigenkapital abgesichert werden. „Für diese Reserve-Kredite werden Kunden Provisionen in Rechnung gestellt werden“, verdeutlichte der Finanzfachmann der Sparkasse seinem Publikum die Folgen für Handwerksbetriebe.

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