Hamster in der Morgenpost
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Im Briefkasten ausgesetztes Tierchen landet zum Glück an der richtigen Adresse
Mühlacker. Der Dürrmenzer Hanspeter Zöller staunt nicht schlecht, als er an diesem Donnerstagmorgen wie gewohnt den Briefkasten seiner betagten Nachbarin leert. Neben der aktuellen Ausgabe des Mühlacker Tagblatt nimmt er nach kurzem, ungläubigen Zögern einen quicklebendigen Hamster aus der stählernen Box.
Die putzige „Post“ macht Männchen. Foto: privat
Die Lokalzeitung legt er wie immer vor der Tür der Mitbewohnerin ab, der Hamster kommt mit hinauf in die Wohnung der Zöllers, wo der Fund von Ehefrau Elke in Augenschein genommen wird. Für das Paar besteht kein Zweifel: Das Tier wurde ausgesetzt. Von allein könne es jedenfalls nicht in den Briefkasten geraten sein. „Das ist eine ganz große Sauerei“, ärgert sich Elke Zöller. Zum Glück landet der Hamster in der Schulstraße an der richtigen Adresse, denn die Zöllers haben ein Herz für Tiere. Davon zeugt ihr Australian Shepherd, der auf den süffigen Namen „Whisky“ hört. Elke Zöller geht mit der Überraschungspost schnurstracks zum Tierarzt und lässt den Hamster untersuchen. Der stellt fest, dass das Tier gut genährt ist und es sich um einen älteren, aber noch sehr munteren Gesellen handelt. Die Sprechstundenhilfe sorgt gleich dafür, dass das „Fundstück“ ein neues Zuhause findet, denn bei den Zöllers kann der „goldige, arme Kerl“ nicht bleiben – schon allein wegen „Whisky“.
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