Gutachter widerspricht Gegnern des Caritas-Heims
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Zankapfel Mühlstraße: Laut Experten ist die zusätzliche Verkehrsbelastung zu verkraften – Ausbaustandard der Straße ist ausreichend
Illingen. Die Gemeinde Illingen widerspricht der Darstellung der „Bürgerinitiative für den Erhalt des Wiesentals“, die Mühlstraße sei nicht geeignet als Erschließungsstraße für das geplante Caritas-Heim, und beruft sich dabei auf ein Verkehrsgutachten, dessen Ergebnisse nun vorliegen. Dem Gutachten zufolge rollen 188 Fahrzeuge am Tag über die Mühlstraße, wenn das Wohnheim gebaut wird. Ohne Wohnheim kommt die Analyse auf 138 Fahrzeugbewegungen. „Nach Berechnung der Fachplaner erhöht sich diese Zahl durch das Wohnheim und die damit zusammenhängenden Verkehre um maximal etwa 50 Kraftfahrzeuge pro Tag“, hieß es gestern in einer Mitteilung aus dem Illinger Rathaus. Die Verkehrsstärke werde als „sehr gering“ eingestuft. Selbst die „Empfehlungen für Fußgängeranlagen“ definierten die Zahl von 500 Fahrzeugen pro Tag noch als „sehr gering“, heißt es in der Meldung weiter. „Im Vergleich dazu liegt der Verkehr der wenigen Anwohner der Mühlstraße auch inklusive des Wohnheims der Caritas noch deutlich darunter.“
Ingo Weimer (re.) und Frank Märkle von der „Bürgerinitiative für den Erhalt des Wiesentals“ machen darauf aufmerksam, dass ihrer Meinung nach die Mühlstraße als Erschließungsstraße für ein Wohnheim der Caritas viel zu schmal sei. Dem widerspricht ein aktuelles Verkehrsgutachten.Foto: Goertz
Ferner weist das Gutachten die Befürchtungen der Initiative zurück, die Mühlstraße sei zu schmal für einen Begegnungsverkehr zwischen normalen Autos und Müll- oder Lieferfahrzeugen. Ingo Weimer und Frank Märkle von der Bürgerinitiative haben erst unlängst bei einem Vor-Ort-Termin darauf aufmerksam gemacht, dass die Mühlstraße an der schmalsten Stelle nur fünf Meter breit ist – ihrer Meinung nach zu wenig, um einen reibungslosen Begegnungsverkehr zu ermöglichen, vor allem, wenn am Rand noch Autos parken. Nach Darstellung des Gutachters sei der Ausbaustandard hingegen ausreichend. Am Ende der Straße bestehe auch noch eine Wendemöglichkeit, die auch beim Bau des Wohnheims erhalten bleibe.
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