Gott das Herz ausschütten
Lokales Online
Gedanken von Gerhard Bauer, Evangelisch-methodistische Kirche
„Wenn was schief läuft, muss man anpacken. Hände in den Schoß legen und beten hilft doch nicht.“ Das höre ich häufig, wenn die „Macher“ am Start und irgendwo Probleme zu lösen sind. Beten scheint bei solchen Leuten keinen guten Ruf zu haben, es klingt für sie so nach „auf die faule Haut legen“, selbst keine Verantwortung übernehmen und den lieben Gott mal machen lassen – und der, so glauben sie, bequemt sich sowieso nicht her. Wenn das stimmt, wäre es bitter. Aber was, wenn es nicht stimmt? Wenn Beten doch etwas verändert? Immerhin steht in der Bibel unglaublich viel über das Beten, also muss doch irgendwas daran sein! Viele Menschen haben das selbst erlebt. Aber was ist „Beten“ eigentlich? Beten wird sehr oft mit „bitten“ gleichgesetzt. Dem Wortursprung kommt das sogar recht nahe, und das Bitten hat beim Beten auch seinen Platz, aber Beten ist doch viel mehr. In den vergangenen Wochen war ich als Pastor auch die meiste Zeit im Homeoffice, ich konnte nicht unterwegs sein und keine Hausbesuche machen. Mir hat der Kontakt zu den Gemeindegliedern gefehlt, das Erzählen und Zuhören.
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