Goldfund im Vaihinger Haspelturm
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Vaihingen (pm). Mit Schmutzrändern rund um seine Staubmaske kommt der Enzweihinger Alexander Danz ans Licht. „Ich hab da was gefunden, aber ich glaube, es ist nichts Wertvolles“, sagt er, während er ein verschmutztes rundes Metallplättchen in der Hand hält. Es sieht aus wie billiges Plastikspielgeld im Sandkasten. So stellt Reinhard Wahl, Vorsitzender des Geschichtsvereins Vaihingen, eine Situation dar, die sich kürzlich im Haspelturm abgespielt hat. Er habe angefangen zu buchstabieren: „Rex wie König, Ludwig, 1693 – das Jahr des großen Stadtbrandes – ich glaube, das Ding ist echt!“
Das Goldstück mit dem Bildnis des Kaisers Leopold I. Foto: privat
Und Metallfachmann Uli Simecek ergänzt, wie es in der Mitteilung weiter heißt: „Wenn das Kupfer oder Messing wäre, wäre es längst angelaufen, das muss Gold sein.“ Eine Reinigung, Makroaufnahmen und eine Internetrecherche hätten schließlich Klarheit gebracht: Der Habsburger Leopold I. sei seit 1658 Kaiser des Heiligen Römischen Reichs gewesen, seine Golddukaten offizielles Zahlungsmittel – auch in Vaihingen.
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