Gemeinschaftssinn ist Basis der Feuerwehr

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Innenminister Reinhold Gall als Festredner bei der Jubiläumsveranstaltung „40 Jahre Feuerwehrverband Enzkreis“

Enzkreis. Blaue Uniformen, so weit das Auge reichte: Auch das einheitliche Auftreten zeugt laut Innenminister Reinhold Gall (SPD) vom Gemeinschaftssinn der Feuerwehr. Und den beweisen die Freiwilligen Feuerwehren seit annähernd 150 Jahren. Kooperationsfähigkeit sowieso, was sich in dem 40-jährigen Jubiläum des Feuerwehrverbandes Enzkreis manifestiert. Und genau dieses Jubiläum war Anlass, dass Reinhold Gall als Festredner bei der Feier gestern im Landratsamt vor zahlreichen „Floriansjüngern“, Abgeordneten, Ehrengästen und Bürgermeistern trat.

Eintrag ins Goldene Buch des Enzkreises (v. li.): Feuerwehrverbandsvorsitzender Martin Rühle, Innenminister Reinhold Gall und Landrat Karl Röckinger.

Eintrag ins Goldene Buch des Enzkreises (v. li.): Feuerwehrverbandsvorsitzender Martin Rühle, Innenminister Reinhold Gall und Landrat Karl Röckinger.

Reinhold Gall spannte dann den Bogen von den Anfängen der Freiwilligen Feuerwehren vor 150 Jahren aus dem Turnwesen heraus. In der Tat sei zum Löschen früher enorme Muskelkraft benötigt worden. „Heute genügt ein Knopfdruck“, so Gall, der damit auch auf die gestiegenen technischen Anforderungen anspielte. Die Teilhabe am Gemeinschaftsleben, die Kameradschaft und das sich Einbringen fürs Gemeinwohl – dies ist seiner Darstellung nach aber immer noch die Basis. Eine zeitlang allerdings, so blickte Gall auf eigene Feuerwehrerfahrungen zurück, sei die Ausbildung sehr theorielastig gewesen. Theorie und Praxis in Zusammenhang mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen sei wichtig, so Gall, der aber auch der „Seele“ und der psychologischen Betreuung der Feuerwehrleute sowie der interdisziplinären Vernetzung Bedeutung zumaß. Der Untertitel seines Festvortrags „Wie geht es weiter?“ muss nach Meinung des Innenministers auch so aussehen, dass man den Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, auch unbefristete Tätigkeiten zugesteht. Und Menschen mit Migrationshintergrund einbindet. „Denn die Feuerwehr steht für ein Miteinander.“

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