Gegenpol zur Entfremdung

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Naturerlebnistag lockt mit vielfältigen Angeboten und Mitmachmöglichkeiten nach Zaberfeld

Zaberfeld (pm). Rund 4000 bis 5000 Gäste haben den achten Naturerlebnistag im Naturparkzentrum in Zaberfeld besucht. Musikalisch umrahmt von der Jagdhornbläsergruppe Zabergäu und dem Wildkatzentanz des Waldkindergartens Sonnentau aus Eppingen eröffneten Zaberfelds Bürgermeister Thomas Csaszar und Naturparkgeschäftsführer Dietmar Gretter bei herrlichem spätsommerlichem Wetter die „umweltpädagogische Hausmesse“ des Naturparks. Der Naturparkleiter verwies auf eine Studie des Bundesamtes für Naturschutz, wonach es 85 Prozent der Deutschen glücklich mache, in der Natur zu sein, 81 Prozent fühlten sich mit Natur und Landschaft in der eigenen Region verbunden. Wenn es hierfür eines Beleges bedurft hätte – der Naturerlebnistag hätte ihn erbracht. Leuchtende Kinderaugen und interessierte, aber auch entspannte erwachsene Besucher belohnten die Organisatoren für die aufwendige Vorbereitung. Da konnte man heimische Tiere kennenlernen – nicht nur Wildtiere, auch Haustiere wie die Coburger Fuchsschafe der Familie Hering oder die zahmen Hühner der Hühnerschule von Selina Scheib. Da konnte man die Landschaft riechen und schmecken in der duftenden Obstsortenausstellung bei Bernhard Ferenz, mit einer Apfelsaftverkostung, am Kuchenbuffet des Obst- und Gartenbauvereins oder an den Ständen von Familie Mitsch und Werner Baral mit Wildobsteis und Wildgerichten.

Gegenpol zur Entfremdung

Kräftig anpacken: Die Bohrmaschine dreht sich für ein Insektenhotel. Foto: Naturpark

Die ganze Familie konnte aktiv und kreativ werden, vom Bemalen von Holzwildkatzen bei Luise Lüttmann aus Schützingen über kunstvolles Weidenflechten bei Josef Schmitteckert bis zum Bau von Futterhäuschen am Stand der Erdgas Südwest. Und waren am Papierperlenstand von Katja Geipel und beim Kinderschminken des Erlebnisparks Tripsdrill eher die Mädchen zu finden, so boten Revierförster Jochen Rüb und sein Team vom Kreisforstamt Heilbronn das Programm für große und kleine Jungs mit kreischender Motorsäge und dem Einsatz der Bohrmaschine beim Bau von Insektenhotels. Wer wollte, konnte sein Naturwissen testen, Kreisel drechseln, Eulengewölle untersuchen, an vielen weiteren Aktivitäten teilhaben. Dietmar Gretters Fazit: Der Naturerlebnistag habe erneut einen gewichtigen Gegenpol zur grassierenden Naturentfremdung in der Gesellschaft gesetzt.

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