Geburtstag der Kirche
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Pfingsten: Gedanken von Pfarrer Karl Frank, Lienzingen
Eine alte Dame feiert Geburtstag. Sie ist wirklich schon uralt. Alle Jahre wieder lädt sie ihre große Familie ein zu ihrem Geburtstag. Aber viele fahren weg, fahren lieber ins Grüne. Sie sagt dazu nichts. Sie lässt sich auch das gefallen. Immerhin, einige kommen in ihr Haus. Doch sie akzeptiert geduldig, dass sie schön getrennt voneinander feiern, in verschiedenen Räumen, jeweils auf ihre Weise. So ist das geworden in ihrer Familie. Dann sitzt sie in ihrem Lehnstuhl und wartet mit sehnsüchtigem und liebevollem Blick. Wer sie ansieht, spürt, dass sie darauf wartet, mit allen ihren Gästen gemeinsam zu feiern, in vielen Sprachen, aber so, dass sich alle verstehen. Sie wartet noch immer, dass alle mit ihr gemeinsam Gott loben und ihm danken. Wie das zu einem Geburtstag einer so alten, lieben Frau gehört. Ihr Name? „Kirche“. Pfingsten ist der Geburtstag der Kirche!
Pfarrer Karl Frank.
Hätten Sie es gewusst? Wenn ja, gehen Sie morgen oder übermorgen zur Feier des Tages in ihr Haus, um diesen Geburtstag mitzufeiern? Was feiert man eigentlich an einem Geburtstag? Die Stunde der Geburt? Nein, vielmehr das Dasein. Dass es diese Person gibt. Ist das nicht ein Grund, Gott zu danken und ihn zu loben?
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