Geburtshilfe per Telefon

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DRK-Rettungsleitstelle unterstützt werdenden Vater

Pforzheim/Keltern (pm). Geburten hat Frank Dehnert als Vater von drei Kindern schon einige erlebt. Vor kurzem kam sogar noch eine Telefongeburt hinzu. Als der 54-jährige Rettungsassistent beim DRK-Kreisverband morgens zunächst einen von der Feuerwehr vermittelten Notruf entgegennahm, war niemand mehr am anderen Ende der Leitung. Dehnert recherchierte schnell die Handynummer zurück und hatte Patricio Zahn aus Keltern-Ellmendingen am Apparat. Dieser berichtete hektisch, dass das Baby seiner Frau kommen würde und er den Kopf bereits sehen könne. „Alles cool, wir schaffen das“, sprach Dehnert dem Familienvater Mut zu. Er leitete Zahn zur Geburtshilfe an und erklärte dem 30-Jährigen, wo er das Köpfchen anfassen müsse. Zeitgleich alarmierte Dehnerts Kollege Marcus Daci einen Rettungswagen und den Notarzt.

Besuch in der DRK-Rettungsleitstelle: Christina und Patricio Zahn mit ihren Kindern und Rettungsassistent Frank Dehnert, der bei der Geburt am Telefon geholfen hat. Foto: privat

Besuch in der DRK-Rettungsleitstelle: Christina und Patricio Zahn mit ihren Kindern und Rettungsassistent Frank Dehnert, der bei der Geburt am Telefon geholfen hat. Foto: privat

Doch das Kind war schneller. Luís Miguel erblickte um 7.45 Uhr in seinem Elternhaus das Licht der Welt. Der Leitstellendisponent bat Zahn, das anfangs sehr ruhige Neugeborene der Mutter auf den Bauch zu legen. „Doch keine halbe Minute später hörte ich das Kind schon schreien“, berichtet Dehnert. Die Nabelschnur schnitt dann traditionell der Vater durch, als die Rettungskräfte eine knappe Viertelstunde nach dem Notruf eingetroffen waren. Sie brachten Mutter und Kind ins Helios-Klinikum nach Pforzheim.

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