Friolzheim stellt sich deutlich gegen Hafner

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Hitzige Stimmung bei Ratssitzung: Kritik hagelt es vor allem für das Landratsamt Enzkreis

Friolzheim/Wimsheim. Erwartungsgemäß geht der gesamte Friolzheimer Gemeinderat samt Bürgermeister Michael Seiß im Schulterschluss gegen den geplanten Neubau des Edelmetallverarbeiters C. Hafner im Wald der Nachbargemeinde Wimsheim vor.

Während das Bebauungsplanverfahren noch stockt, gibt das Pforzheimer Unternehmen dennoch Gas und hat seinen Bauantrag für seine Fabrikanlagen auf der Basis des noch nicht rechtskräftigen Bebauungsplans gestellt (wir berichteten). Bürgermeister Seiß sagte dazu, dass ein derartiges zweigleisiges Vorgehen rechtlich durchaus zulässig sei. Er machte auch klar, dass die Mitwirkung der Gemeinde Friolzheim am konkreten Bauantragsverfahren sich nur darauf gründe, dass unmittelbar angrenzend an das Hafner-Baugrundstück im Wimsheimer Gebiet „Breitloh-West“ zwei landwirtschaftliche und Waldgrundstücke im Umfang von rund 14 Hektar in Friolzheimer Besitz sei. Zwei Ansatzpunkte rückte der Stuttgarter Anwalt Bernhard Rauscher von der Stuttgarter Kanzlei Mohring und Partner in den Fokus seiner zwölfseitigen Stellungnahme: einerseits die Kritik an der Aufteilung des Bauvorhabens in zwei Bauabschnitte, wovon sich die Antragsteller versprächen, im ersten Abschnitt ohne förmliches immissionsschutzrechtliches Genehmigungsverfahren auszukommen, während der Verwaltungsrechtler Rauscher im zweiten Teil seines Kommuniqués auf potenzielle Grundwasserverunreinigungen abhob.

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