Frauen als Opfer der Schattenpandemie
Lokales Online
Corona-Krise als Brandbeschleuniger für Geschlechterungerechtigkeiten: Stefanie Seemann diskutiert im Digitalen Salon mit Ricarda Lang, stellvertretende Bundesvorsitzende der Grünen, und Susanne Brückner, Gleichstellungsbeauftrage der Stadt Pforzheim.
So sieht die Aufgabenverteilung in der Corona-Krise in vielen Familien aus: Frauen tragen die Hauptlast der Erziehungs- und Sorgearbeit, weil der Mann im Homeoffice gebunden ist. Aus Gründen der Gleichberechtigung fordern die Grünen für die Zeit der Pandemie ein allgemeines Corona-Elterngeld. Foto: Fotomoment
Enzkreis/Pforzheim. „Die Corona-Krise ist für viele Probleme ein Brandbeschleuniger“, sagt Stefanie Seemann, Landtagsabgeordnete der Grünen aus Mühlacker. So kommen auch die Geschlechterungerechtigkeiten immer deutlicher ans Tageslicht. Oft sei Erziehungs- und Sorgearbeit wieder ganz selbstverständlich Frauenarbeit. Und in manchen Familien bedeute das Daheimbleiben vor allem eine Zeit der Angst vor gewalttätigen Übergriffen durch Partner und andere Familienangehörige. Deshalb hat sich Seemann am Mittwochabend in ihrem Digitalen Salon mit dem Thema „Die Schattenpandemie – Lage von Frauen und Kindern in der Krise“ beschäftigt und dabei den Bogen von den Kommunen bis in die Bundespolitik gespannt. Ihre Gesprächspartner waren Ricarda Lang, stellvertretende Bundesvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der Grünen, und Susanne Brückner, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Pforzheim.
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