Forscher referiert über Nachgeburtsbestattung

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Mühlacker. Als Kurt Sartorius 1984 in Bönnigheim zum ersten Mal im Keller vergrabene Töpfe gefunden hatte und diese mit dem Brauch der Nachgeburtsbestattung in Verbindung brachte, löste dies mitunter nur ein mitleidiges Lächeln aus. Zwischenzeitlich liegen Funde aus ganz Deutschland, aber auch aus Österreich, Ungarn und der Schweiz vor. Auch der Dürrmenzer Bildhauer Manfred Metzger wurde bei Bauarbeiten im Hause seiner Tochter Uta fündig und entdeckte Exemplare dieser rätselhaften Fundgattung. Ein weiterer Fund in Mühlacker kam bei Bauarbeiten östlich des heutigen Rathauses (früher Rosengässle) zum Vorschein. Allerdings erkannte damals die Landesdenkmalpflege die wahre Bedeutung des Fundes noch nicht und untersuchte den Inhalt nicht. Denn erst zu dieser Zeit hatte Sartorius begonnen, weltweit zu forschen und kam später zu der Vermutung, dass die Nachgeburtsbestattung ein Urbrauch der Menschheit ist und sich durch alle Zeiten der Menschheitsgeschichte zieht. Das Vergraben der Plazenta sollte das Gedeihen des neuen Erdenwesens fördern. Zum Thema „Nachgeburtsbestattung – Vom ersten Fund zur weltweiten Forschung“ referiert Sartorius im Rahmen einer Veranstaltung des Historisch-Archäologischen Vereins Mühlacker am Freitag 27. Februar, um 19 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Dürrmenz. pm

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