„Flüchtlinge verdienen Respekt und Hilfe“
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Neue Unterkünfte für Asylbewerber in Wiernsheim
Wiernsheim. Zwei Doppelstockbetten, Herd, Waschmaschine, Trockner, Toilette, Dusche und Sitzgelegenheiten in einem Container auf 28 Quadratmeter – so sieht die neue Heimat von Asylbewerbern in Wiernsheim aus, die sie ab kommenden Montag beziehen werden. „Wir erwarten eine fünfköpfige Familie aus dem Iran, eine fünfköpfige Familie aus Serbien, fünf Menschen aus Gambia und fünf Menschen aus Indien“, berichtet Landrat-Vize Wolfgang Herz, der froh darüber ist, dass die Gemeinde Wiernsheim einen Platz an der Lindenhalle bereitgestellt hat, um dort insgesamt sechs Container für Asylbewerber aufzustellen. Der Enzkreis sucht nämlich immer noch händeringend nach Unterkünften für Menschen, die Zuflucht in Deutschland suchen. „Der Zustrom ist ungebrochen“, sagt Herz. „Wir müssen im Schnitt monatlich neue 30 Flüchtlinge aufnehmen.“ Das Regierungspräsidium sitze dem Enzkreis dabei durchaus im Nacken, damit er seine Quote erfüllt.
Landrat-Vize Wolfgang Herz, Andreas Kraus, Leiter des Enzkreis-Ordnungsamts, und Bürgermeister Karlheinz Oehler (v. li.) in den neuen Containern für Asylbewerber. Foto: Goertz
„Momentan haben wir im Kreis rund 140 Asylbewerber, dazu kommen knapp 100 Menschen, deren Verfahren abgeschlossen sind, die aber geduldet werden, weil sie nicht in ihre Heimat zurückkönnen“, nennt Herz konkrete Zahlen. Mit 42 Asylbewerbern käme die größte Gruppe aus Pakistan, 24 Menschen stammten aus dem Irak und 16 aus Afghanistan. „Dann kommt erst Serbien“, verweist Herz darauf, dass die Debatte über den Zustrom an Flüchtlingen aus Südosteuropa zumindest im Enzkreis an den Realitäten vorbeizielt.
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