Firmendach stürzt bei Brand ein
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Feuer in Illinger Produktionshalle richtet Schaden von 1,5 Millionen Euro an – Brandstiftung wird nicht ausgeschlossen
1,5 Millionen Euro Sachschaden, ein eingestürztes Dach einer Produktionshalle, ein Brand, der sich dramatischer entwickelte als zunächst eingeschätzt, das ist die Bilanz eines Feuerwehreinsatzes vom frühen Samstagmorgen in der Max-Eyth-Straße in Illingen.
Ein als zunächst gemeldeter Containerbrand entwickelt sich am Samstag in der Illinger Max-Eyth-Straße in einer Firmenhalle zu einem richtigen Großbrand. Foto: Recken
Illingen. „Wir haben schlichtweg nicht mit so einer Situation gerechnet“, kommentiert Frank Birnzain, stellvertretender Kommandant und Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr Illingen, im Rückblick die Löscharbeiten vom frühen Samstag. Als die Feuerwehr Illingen gegen 5.30 Uhr an der Brandstelle eingetroffen sei, so Birnzain, habe die Alarmierung auf Containerbrand gelautet. Tatsächlich hätten mehrere Gitterboxen mit Brennholz, die in einem Holzcarport gelagert waren, in Flammen gestanden. Der Holzcarport wiederum sei an die Produktionshalle einer Service- und Vertriebsfirma für Gabelstapler angebaut gewesen. Durch einen massiven Löscheinsatz, zu dem auch die Feuerwehren Maulbronn und Mühlacker nachalarmiert worden seien, habe man versucht, ein Übergreifen der Flammen auf die Produktionshalle zu verhindern. Parallel zum Löscheinsatz seien Gasflaschen aus der Firmenhalle geborgen worden. Diese, so Birnzain, hätten der vom Brand betroffenen Firma zu Schweißarbeiten sowie als Gasantrieb für Fahrzeuge gedient. Trotz des massiven Vorgehens – noch bevor die nachalarmierten Kollegen aus Maulbronn und Mühlacker zum Einsatz gekommen seien – hätte sich der Brand auf die Produktionshalle ausgebreitet. Dann sei alles ganz schnell gegangen. „Wir haben einen starken Rauchaustritt aus der Halle bemerkt und nicht einmal eine Minute später kam das Dach runter“, so Einsatzleiter Birnzain. Dabei wurden sämtliche in der Halle gelagerten Maschinen unter dem eingestürzten Dach begraben. Durch die sich ausbreitenden Flammen war auch ein angebautes Wohn- und Bürogebäude bedroht. Eine Ausbreitung der Flammen auf die Nebengebäude konnte jedoch verhindert werden. Sie wurden nur leicht beschädigt. Gegen 7.30 Uhr waren die Löscharbeiten abgeschlossen. Personen kamen bei dem Brand nicht zu Schaden. Neben den Feuerwehren Illingen, Schützingen, Maulbronn und Mühlacker, die mit vierzehn Fahrzeugen und 80 Mann im Einsatz waren, befanden sich auch die Rettungsdienste und die DRK-Bereitschaften Illingen und Mühlacker vor Ort. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Bei Einsatzende konnte eine Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden.
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