Feuerstättenschau
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Zu: „Familie stirbt an Gasvergiftung“ vom 6. Februar:
Bei oberflächlicher Betrachtungsweise des Artikels im MT entsteht das hochgefährliche Giftgas beim Verbrennen von Kohle oder Gas. Grundsätzlich entsteht dieser Stoff beim Verbrennen von fossilen und nachwachsenden Brennstoffen, wenn der dazu erforderliche Sauerstoff für eine stöchiometrische Verbrennung nicht oder nicht mehr zur Verfügung steht. Dies kann bei Geräten mit Öl oder Gas durch fehlende Wartung oder falsche Einstellung der Fall sein. Des Weiteren besteht bei unseren heutigen Wärmeschutzforderungen nach der Env die irrige Annahme, dass bei der Aufstellung von Kaminöfen/Komfortöfen/Schwedenöfen, alle Fenster und Türen eingeklebt und abgedichtet sein müssen. Durch ungenügende Frischluftzufuhr von außen fehlt dem Feuer die nötige Sauerstoffmenge, und der Verbrennungsprozess schlägt auf die Monoxid-Seite um. Bei richtiger Verbrennung entsteht durch den Kohlenstoffanteil des Brennstoffes das weniger gefährliche Kohlendioxid, was jedoch auch bei einer dichten Außenhülle eines Gebäudes nur unzureichend im Kamin abgeführt werden kann, denn wo nichts reinkommt ins Haus, kann auch durch den Kamin nichts raus. Noch brisanter wird es, wenn Dunstabzugshauben mit Anschluss ins Freie betrieben werden, bei denen keine elektrische Verriegelung gegen Einschaltung ohne geöffnetes Fenster eingebaut wird. Diese ziehen unter Umständen die nach außen geförderte Luft in entgegengesetzter Richtung aus dem Kamin und somit die Abgase aus der Brennstelle. Beim Einbau von solchen Geräten ist immer auch der Schornsteinfeger in die Planung einzubeziehen – Thema Feuerstättenschau!
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