Fauststadt im Ausnahmezustand

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Knittlingen: Gähnende Leere auf den Bürgersteigen – Händler stellen sich auf die Krise ein

Zwei Meter Abstand oder Anfragen und Bestellungen jederzeit per WhatsApp: Das Knittlinger Geschäft „Ratzefummel“ stellt sich auf die Corona-Krise ein. Foto: Goertz

Zwei Meter Abstand oder Anfragen und Bestellungen jederzeit per WhatsApp: Das Knittlinger Geschäft „Ratzefummel“ stellt sich auf die Corona-Krise ein. Foto: Goertz

Knittlingen. Die Fauststadt steht still – oder doch nicht? Auf den Durchgangsstraßen herrscht reger Verkehr. Jeder muss irgendwo hin. Aber scheinbar nicht nach Knittlingen. Die Bürgersteige: leer. Busbahnhof: gähnende Leere. Und wenn doch mal ein Bus kommt, ist nicht selten der Fahrer auch der einzige Passagier. An der Faust-Schule ist es genauso ruhig wie auf dem benachbarten Friedhof. Nur dass der Friedhof nicht gesperrt ist, im Gegensatz zur Schule. Um den Pausenhof weht ein Flatterband und signalisiert: Betreten verboten. Wenn sich auf der Straße doch einmal Menschen begegnen, weichen sie einander aus, als habe der andere eine ansteckende Krankheit. Hat er ja auch – vielleicht. Nur zwei junge Männer sind die mutige Ausnahme. Auch wenn sich zumindest einer der Gefahr bewusst ist. Oder warum trägt er eine Atemschutzmaske? Trotz Kontaktsperre rücken sich die beiden auf die Pelle, denn mit weniger Abstand kann man besser sehen, was der andere einem auf dem Smartphone zeigt.

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