Fan schlägt zu und ist sich keiner Schuld bewusst
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In der Kreisliga geht es hoch her. Zuschauer will den Ball in der Nachspielzeit nicht hergeben. Kicker greift ein und kassiert Faustschlag.
Pforzheim. Kurz vor Schluss: Ein Fan der in Führung liegenden Kreisliga-Fußballmannschaft nimmt den Ball aus dem Spiel und hält sich den gegnerischen Spieler mit einem Faustschlag vom Leib. Fieses Foul oder die Hand des Gerechten? Richter Dr. Patrick Stemler verurteilte an diesem Montag den Angeklagten wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe.
In der Partie zwischen den Teams aus dem westlichen Enzkreis geht es am 24. März 2019 hoch her. Der spätere Aufsteiger liegt nach einem Last-Minute-Tor kurz 3:2 in Führung. Die Heimkicker drücken. Der Ball geht ins Aus, fällt dem Angeklagten in die Hände und bleibt da auch – allen Herausgabeappellen der gegnerischen Spieler zum Trotz. Gut möglich, dass der Ballbesitzer seine Verzögerungstaktik noch mit dem passenden Spruch unterstrichen hat. „Dann hol ihn dir doch“, erinnert sich ein Vereinskamerad an eine brüske Bemerkung des Spielverzögerers. Der angesprochene Kicker fackelte nicht lange, gehorchte vielleicht nur der Aufforderung und versuchte, über die Bande hinter den Rücken des 42-jährigen Fans nach dem Leder zu greifen. Das ließ dieser sich nicht bieten und ahndete das Ansinnen des Heimspielers mit einem Faustschlag. Der Geschädigte ging zu Boden und erlitt eine Prellung. In der obligatorischen Nachspielzeit fiel kein Tor. Die Auswärtsmannschaft fuhr als Sieger nach Hause.
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