Erwachen aus der Schockstarre

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Corona-Krise trifft Tourismus im Nordschwarzwald ins Herz. Ab Montag gibt es die ersten Lockerungen, wobei die finanziellen Schäden in dieser Saison nicht mehr aufzuholen sind. Die mittel- und langfristigen Perspektiven sehen aber deutlich besser aus.

Auch der Kurpark von Bad Wildbad dürfte in den nächsten Wochen wesentlich stärker besucht werden als während der Corona-Narkose. Fotos: Alex Kijak, Markus Maisenbacher, Bad Wildbad Tourismus

Auch der Kurpark von Bad Wildbad dürfte in den nächsten Wochen wesentlich stärker besucht werden als während der Corona-Narkose. Fotos: Alex Kijak, Markus Maisenbacher, Bad Wildbad Tourismus

(Foto: ALEX KIJAK)

Nordschwarzwald. „In den ersten Wochen waren wir in einer Schockstarre.“ So charakterisiert Stefanie Dickgiesser, Geschäftsführerin der Bad Wildbad Touristik GmbH, die Konsequenzen der Corona-Restriktionen in der Kur- und Naherholungsstadt im Nordschwarzwald. „Die Einschränkungen haben uns volle Breitseite getroffen“, pflichtet ihr René Skiba, Geschäftsführer des Tourismusverbands Nördlicher Schwarzwald mit Sitz in Bad Liebenzell bei. Aber jetzt erwachen die Betriebe langsam aus der Schockstarre. In einem Punkt sind sich Dickgiesser und Skiba einig: „Kurzfristig ist der finanzielle Schaden nicht aufzuholen.“ Was die mittel- und langfristigen Perspektiven betrifft, hegen die Tourismusexperten jedoch bessere Erwartungen. „Ich bin mir sicher, dass sich der Trend zum regionalen Tourismus, den es schon vor Corona gab, verfestigt“, sagt Skiba. Auch Dickgiesser sieht in der Corona-Pandemie für den Nordschwarzwald allgemein und besonders für Bad Wildbad eine Chance, auf Urlaub vor der eigenen Haustür aufmerksam zu machen. „Die Themen Nachhaltigkeit, dazu gehören kurze Anreisen, Natur, Wald gute Luft und Thermalwasser sowie Regionalität – unter anderem bei den Speisen –, werden hoffentlich nach der Krise jedem von uns etwas bewusster“, so Dickgiesser. Der Nordschwarzwald könne mit diesen Pfunden wuchern. Zumal aufgrund der aktuellen Situation Reisen in ferne Länder oder auch zu europäischen Zielen noch eine Zeit lang eingeschränkt sein dürften. Genau diese Lücke könnten die touristischen Angebote in der Region schließen.

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