„Er war voll Adrenalin“

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Oberliga-Partie gegen den TSV Ilshofen geht vor dem Amtsgericht in die Verlängerung: Ein ehemaliger Spieler des 1. CfR Pforzheim wird wegen Beleidigung, Bedrohung und Körperverletzung des damaligen Trainers zu einer Geldstrafe verurteilt

Pforzheim. Das Fußballspiel des 1. CfR Pforzheim gegen Ilshofen am 6. Oktober 2018 ist ziemlich aus dem Ruder gelaufen – den endgültigen Schlusspunkt fand die Begegnung deshalb an diesem Dienstag vor dem Pforzheimer Amtsgericht. Wegen Beleidigung, Bedrohung und Körperverletzung verurteilte Richter Philipp Hauenschild einen 30 Jahre alten früheren Berufsfußballspieler zu einer Geldstrafe in Höhe von 80 Tagessätzen zu je 25 Euro, insgesamt also zu 2040 Euro. Zur Erklärung: Die Anzahl der Tagessätze bemisst die Schuld des Angeklagten, die Höhe richtet sich nach seinem Einkommen. Unter 90 Tagessätzen wird die Geldstrafe nicht als Vorstrafe eingetragen.

Die Geschichte, die teils mehr, teils weniger übereinstimmend vor Verfahrensbeteiligten und etlichen Zuhörern ausgebreitet wurde, war folgende: Die Pforzheimer lagen mit 0:1 hinten. Dann bekamen sie einen Strafstoß zugesprochen, den der Bruder des Mannes auf der Anklagebank verschoss. Wütend attackierte ihn daraufhin ein Mitspieler – und er hörte nicht auf damit. „Tu doch was!“, forderte der Angeklagte, der auf der Reservebank saß, den damaligen CfR-Trainer auf. Doch der hielt sich zurück, weshalb sich der Beschuldigte immer mehr aufregte. „Geh duschen und nach Hause“, lautete schließlich die Anordnung des Coaches. Was der Angeklagte aber nicht tat.

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