Enzkreis schließt Freizeitheim

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Enzkreis (fg). Der Enzkreis will sein Jugendfreizeitheim in Simmersfeld-Beuren aufgeben und zeitnah nach einem Ersatz suchen. Ursprünglich war geplant, das Heim für 220000 Euro zu sanieren. Doch Mitte 2019 wurde bekannt, dass Simmersfeld eine Wohnbebauung auf den an die Freizeitstätte angrenzenden Grundstücke plant. In diesem Zusammenhang hat die Gemeinde den Enzkreis davon unterrichtet, dass ein Abwasserkanal des Freizeitheims über eines der Grundstücke verläuft und verlegt werden muss. Vor diesem Hintergrund erscheint es der Kreisverwaltung nicht mehr sinnvoll, das Gebäude zu sanieren. Stattdessen soll der Betrieb Ende Juni eingestellt werden und ein Käufer für das Freizeitheim gesucht werden, das der Enzkreis 1982 erworben und seitdem an den Jugendring vermietet hat, der den Betrieb auf eigene Kosten und mit zahlreichen Ehrenamtlichen aufrechterhält. Wie beliebt das Heim ist, betonte Kevin Walter vom Jugendring am Montag im Jugendhilfeausschuss des Kreistags. Die Einrichtung zähle jährlich etwa 1100 Gäste und 3300 Übernachtungen, hauptsächlich aus Vereinen, aber auch Schulklassen würden die Freizeitstätte häufig besuchen. Ferner sei sie auch Ziel von Familienfreizeiten. Einer Umfrage des Jugendrings zufolge gebe es auf jeden Fall einen Bedarf für eine Jugendfreizeitstätte mit einer Kapazität von 30 bis 50 Betten und einer Großküche.

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