Eintracht Schmie setzt auf die Jugend
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Gesangverein wünscht sich eine Stärkung – Thomas Sturm ist neuer Vorsitzender
Maulbronn-Schmie. Der Gesangverein Eintracht Schmie, der im nächsten Jahr sein 125-jähriges Bestehen feiern wird, hat viel zu bieten: Zwei aktive Chöre, zukunftsweisende Jugendarbeit und eine musikalische Früherziehung – aber dennoch macht sich die Vereinsleitung Sorgen.
Reinhard Kastner (li.) ehrt Rainer Merkle für dessen 40-jährige Treue. Foto: Filitz
„Urgestein“ ist der Männerchor, mit dem 1891 alles begann. Heute beschränkt sich die Sangesfreude auf 21 aktive Sänger, darunter nur drei Tenöre, und in diesem Genre Verstärkung zu finden gleicht der sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Chorleiter ist Erhard Werthwein. „Noch ist der Chor in guter Verfassung, trotz des hohen Durchschnittsalters, aber bei realistischer Einschätzung stellt sich unweigerlich nun die Frage der Singfähigkeit“, stellte Reinhart Kastner in seinem Rechenschaftsbericht fest. Der Erste Vorsitzende Wilhelm Herzog hatte sich aus gesundheitlichen Gründen entschuldigt und nahm nicht an der Sitzung teil. Dringend müsse überlegt werden, wie der Chor gestärkt werden könne, und wie eine erfolgsversprechende Werbung zu gestalten sei, so Kastner. Dirigent Werthwein berichtete von diversen Auftritten, die mit Bravour gemeistert wurden, wenn auch gelegentlich mit „gekauften“ Sängern von befreundeten Vereinen, wenn die eigenen Stimmen nicht ausreichten. Sängervorstand Karl Schlegel bescheinigte den „Senioren“ eine stets motivierte Teilnahme an den Singstunden. Ein zweites Standbein hat sich der Verein mit dem Jungen Chor „Ton-SCHMIE.de“ geschaffen. Hier kann Dirigentin Ursula Pfeil von einer recht ausgewogenen Stimmenbesetzung ihrer 18 Aktiven berichten, die mit Engagement dabei seien, aber auch sie würde sich über Neuzugänge freuen. Maßnahmen zur Stimmbildung würden bereits bei einigen Stimmen hörbare erste Erfolge zeigen. Ebenfalls lobte sie neben der Sangesfreude auch den darüber hinausgehenden geselligen Zusammenhalt unter den Mitgliedern. Dem konnte Sängervorstand Werner Meller zustimmen, hielt jedoch allgemein die Stimmqualität weiterhin für verbesserungswürdig.
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