Einlagengeschäft läuft „unverändert erfreulich“
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Vertreterversammlung der VR Bank im Enzkreis – Kritik an der Gesetzgebung: „Auch wir werden für Großbanken haften“
Niefern-Öschelbronn. „Der VR Bank im Enzkreis und unseren mittelständischen Kunden geht es gut.“ Das hat Vorstandsvorsitzender Klemens Schork bei der Vertreterversammlung in Niefern-Öschelbronn festgestellt. Er machte dies an der Entwicklung der Kreditbestände, dem Volumen der Kundeneinlagen sowie den Erträgen und Ergebnissen der Bank fest. „Auch die anderen VR-Banken in Deutschland stehen gut da“, so Schork. „Und das trotz der hohen Belastungen, die der Niedrigzins und die steigenden regulatorischen Kosten für uns darstellen.“
Vorstand Armin Kühn (v.li.), Vorstandsvorsitzender Klemens Schork und Aufsichtsratsvorsitzender Reinhold Linzmeier. Foto: Tilo Keller
Beim Blick nach Europa machte er darauf aufmerksam, dass die Politik die international tätigen Großbanken als Maßstab sehe, was sich insbesondere bei der Regulierung der Finanzmärkte zeige. Diese Rahmenbedingungen machten es der VR Bank im Enzkreis schwer. Schork kritisierte, dass bei so manchen Gesetzen und Verordnungen, die seit der Finanzmarktkrise erlassen worden sind, zu wenig differenziert werde. So sei der Bankenabwicklungsfonds geschaffen worden, in den die Banken europaweit 55 Milliarden Euro innerhalb von acht Jahren einzahlen sollen. „Auch wir werden für die systemrelevanten Großbanken haften. Auch wir müssen in diesen Fonds einzahlen. Und das, obwohl wir hiervon niemals profitieren werden“, sagte Schork. „Das ist so, als müssten Fahrradfahrer die Maut für Autobahnen bezahlen.“ Der Vorstandsvorsitzende führte an, dass der Erfolg des deutschen Modells der Genossenschaftsbanken nicht wahrgenommen werde. „Aus unserer Sicht gefährden die politischen Kräfte unser deutsches Erfolgsmodell, unsere mittelständische Struktur und unsere soziale Marktwirtschaft und am Ende auch die Akzeptanz unseres europäischen Systems“, machte Schork deutlich. „Ich hoffe nur, dass unsere Interessenvertreter, unsere Verbände mit ihren Argumenten Erfolge erzielen können.“
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