Ein Konzert und acht Jahreszeiten

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Werke von Vivaldi und Piazzolla

Pforzheim (pm). Beim fünften Abonnementkonzert des Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim, das am Sonntag, 18. Mai, um 19 Uhr im Pforzheimer Kongresszentrum beginnt, gibt es unter der Überschrift „Acht Jahreszeiten“ Frühling, Sommer, Herbst und Winter gleich zweimal zu hören. Auf dem Programm stehen „Die Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi und „Die vier Jahreszeiten“ von Astor Piazzolla in einer Bearbeitung von Leonid Desyatnikov. Solist ist Sergej Krylov.

Als Antonio Vivaldi 1725 seine Jahreszeiten veröffentlichte, war er sich sicher bewusst, ein besonderes Werk geschaffen zu haben. Die vier Violinkonzerte stellen nicht nur ein beeindruckendes Stück lebendiger Programmmusik dar, sie geben dem Solisten auch alle Möglichkeit, seine virtuosen Fähigkeiten auszubreiten. Vivaldis plastische musikalische Darstellung flirrender Sommerhitze oder klirrender Winterkälte, herbstlicher Stürme oder frühlingshaften Erwachens ist bis heute faszinierend – so faszinierend, dass Astor Piazzolla, der argentinische Tango-König, auf der gegenüberliegenden Erdhalbkugel in den 1960er Jahren Vivaldis Werke aufgriff und ein entsprechendes Werk für die Hafenbewohner, die „Porteñas“ von Buenos Aires komponierte. Tango nuevo ist nun angesagt – und dazwischen immer wieder Anklänge an das barocke Vorbild Vivaldi. So wird dieses Konzert eine Ganzjahresreise durch drei Jahrhunderte und einmal quer über unseren Globus.

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