Ein Dreiklang der Sinne

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Deutsch-Italienische Gesellschaft (DIG) veranstaltet Abend zum Thema Literatur, Fisch und Wein

Mühlacker. Literatur, Fisch und Wein war das Motto, unter dem die Deutsch-Italienische Gesellschaft ins Anglerheim am Wullesee eingeladen hatte. Daraus wurde ein kleines „Fest der Sinne“. Edle Tropfen ließ Frank Jaggy vom Weingut Jaggy aus Ötisheim-Schönenberg kredenzen und war zugleich ein Weinführer, der auf unterhaltsame Weise die einzelnen Weine vorstellte. Für das leibliche Wohl sorgten außerdem Fischteller von Feinkost Marquart.

Mundartpoet Hans Fleischle.

Mundartpoet Hans Fleischle. Foto: Filitz

Mundartpoet Hans Fleischle war der dritte Volltreffer des Abends. Bei seinen dichterischen Ausflügen in die Literatur blieb kein Auge trocken, aber seine leisen Töne stimmten auch nachdenklich. Fleischle hat noch das alte Gymnasium in Mühlacker besucht, weckte Erinnerungen an Tanzstunden und Abschlussbälle im Dürrmenzer Kannesaal. Er begann eine Plauderei über den Wein, schlug eine Brücke von Bacchus zum schwäbischen Bachel, Granatenbachel und Allmachtsbachel, fand eine Verordnung der Heidelberger Ortskrankenkasse von 1892, die den Ärzten erlaubte, ihren Patienten eine Flasche Wein zur Genesung zu verschreiben. „Die rechte Dosis Wein im Blut ist auch fürs Oberstübchen gut“, reimte der Poet. Was aber bei den Damen eines „Bio-Stammtisches“ nicht geholfen hat. Die konnten sich nämlich ihr Stammtischdatum nicht merken. Jetzt treffen sie sich immer, wenn die Biotonnen draußen stehen.

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