Ein Abschied mit Dank und Wehmut
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Die Kantorin Christiane Sauter-Pflomm verlässt Mühlacker. Bei einem Gottesdienst in der Pauluskirche erinnern Redner an die Verdienste der scheidenden Musikerin. Ein kleiner Stehempfang bietet Gelegenheit für persönliche Gespräche.
Mühlacker. Eine Ära geht zu Ende. Dessen war sich jeder Besucher bewusst, der am Sonntag zum Gottesdienst in die Pauluskirche in Mühlacker gekommen war. Mit dem Abschiedsgottesdienst überlässt die Kantorin Christiane Sauter-Pflomm die Orgelbank, die ihr 24 Jahre lang musikalische Heimat war, ihrem Nachfolger. Sie zieht es an den Bodensee, wo ihr Ehemann Burkhard Pflomm in Lindau neue berufliche Aufgaben übernommen hat.
Erika Budday (li.) überreicht Christiane Sauter-Pflomm ein Abschiedsgeschenk. Foto: Filitz
Was hat die beliebte Musikerin und Musikpädagogin nicht alles in ihrer Heimatstadt auf den Weg gebracht? Sie prägte das Singen in Erwachsenen- und Kinderchören in Kirchen und Schulen, war nicht nur „belehrend“ tätig, sondern auch ihren Schutzbefohlenen von Herzen zugetan. Mit anderen Chören wurde konzertiert. Wunderbare Instrumentalkonzerte arrangierte sie, darunter die beliebten Veranstaltungen in der Reihe „Orgelsommer“. Mit dem Orgelförderverein trug sie dazu bei, die dringend notwendige neue Orgel der Pauluskirche zu finanzieren. Ein Mendelssohn-Bartholdy-Festkonzert bot sie zum Reformationsjubiläum. Das 100-Jahr-Jubiläum der Jehmlich-Orgel in der Mühlackers Partnerstadt Schmölln gestaltete sie mit. Kinderchor und Kirchenchor waren auf der bis heute nicht vergessenen Mühlacker Gartenschau zu hören. Sie war Referentin bei Fortbildungskursen der Kinderkirche Württemberg und lehrte jugendlichen Mitarbeitern „Anschauliches Erzählen“. Als ein Höhepunkt ihres Schaffens gelang ihr eine wunderbare Aufführung des Verdi-Requiems.
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