Die Energie der leisen Töne
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Weltstar Joan Armatrading beeindruckt mit ihrer Samtstimme das Publikum in Pforzheim
Pforzheim. Es sind in Ehren gealterte Stars wie Mick Jagger, deren Musik die Erinnerung an eine gute alte, aber auch ziemlich wilde Zeit weckt. Aber Joan Armatrading? Da kommt kein Muskelkater-Gedächtnisschmerz im Nacken auf, den man einst den „Rolling Stones“ nach ausgiebigem „Headbanging“ – mit schulterlangem Haar auch bei den Herren – zu verdanken hatte. Vielmehr blubbert etwas Samtenes, Sanftes an die Oberfläche des tiefen Erinnerungsozeans.
Augen zu: Man würde sie auch blind an ihrer charakteristischen Stimme erkennen – Joan Armatrading entlockt ihrem Osterfeld-Publikum mehr als nur einen Seufzer.
Doch auf die tiefe Samtstimme des Weltstars müssen die etwa 350 Zuhörer im großen Saal des Kulturhauses Osterfeld in Pforzheim zunächst noch warten. Aber im Alter wird man ja bekanntlich geduldiger, besteht doch der Großteil des Publikums aus Vertretern der Altersgruppe „Ü50“, die teilweise bis aus Stuttgart anreisen. So hat im Vorprogramm Carolin No mit ihrem Mann Andy die Chance, sich einem qualitätsbewussten Publikum als musikalischer Appetitanreger zu präsentieren. Was bei diesem Pop-Duo erst nach Kitsch klingt, entpuppt sich mit Hilfe der Kompositionen, die in den USA entstanden sind, als ein noch schleifenswerter Diamant.
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