Der „gute Onkel“ hofft auf Bewährung
Enzkreis
Ein 62-Jähriger, der sich wegen sexuellen Missbrauchs vor Gericht verantworten muss, erinnert sich plötzlich doch an Vorfälle.
Pforzheim/Enzkreis (weg). Der wegen sexuellen Missbrauchs angeklagte 62-Jährige kündigte zu Wochenbeginn ein Geständnis an. Allerdings nur, wenn das Gericht eine Bewährungsstrafe in Betracht ziehen könne. Da die Tat acht Jahre zurücklag, sah Richter Patrick Stemler eine Strafaussetzung zur Bewährung „im Bereich des Möglichen“. Zuvor, am ersten Verhandlungstag, hatte der Mann seelenruhig die aufgewühlte Nichte seiner Lebensgefährtin die damalige Nacht schildern lassen, unter der die junge Frau (heute 23) noch immer leidet. Vor zwei Jahren schließlich hatte sie sich therapeutische Hilfe gesucht. Die Verbindung zu ihrer sehr geliebten Tante, der Schwester ihrer verstorbenen Mutter, ist seit Bekanntwerden der Tat abgerissen. Wie die damals 15-Jährige befürchtet hatte, war ihr nicht geglaubt worden.
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