Der Sissi-Zauber wirkt immer noch

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Von Jung bis Alt: Musical entfaltet im CongressCentrum den Charme vergangener Zeiten

„So ein Kleid meine ich.“ „Welches, das rote?“ „Und hast du die Tänzer gesehen?“ „Die waren gut, aber der eine hat sich mal vertan.“ Ausschnitte eines Pausengesprächs zwischen zwei Frauen. Vielsagend. Es geht an diesem Donnerstagabend im CongressCentrum weniger um die Politik als vielmehr um das Schwelgen in ästhetischen Genüssen.

Der Sissi-Zauber wirkt immer noch

Da hat Nené eher schlechte Karten (li., Renata Szeretva): In des Kaisers Nähe steht schon die Auserwählte, Sissi (re., Fedi Peters). Foto: Roth

Pforzheim. Im Mittelpunkt der Pausengespräche steht die Verschmelzung der romantischen Liebe mit dem Glanz des Habsburger Kaiserhauses. Währenddessen frischt die österreichische Kaiserin „Sissi“ in ihrer Garderobe im CongressCentrum das Make-up auf. Ihr verleihen die Schauspielerinnen und Sängerinnen Fedi Peters und Maria Meßner Gestalt, die sich die Rolle in der Musicalaufführung teilen und sicher kein frisches Kalbfleisch für einen guten Teint auf ihr Gesicht legen. Die echte Sisi, so schrieb sie sich selbst, wäre in der Pause wohl eher zu einem „Gewaltmarsch“ aufgebrochen, der länger als 20 Minuten gedauert hätte. Es hätte aber auch sein können, dass die unterernährte und extrem auf Äußerlichkeiten achtende Kaiserin aufs Pferd gesprungen und im scharfen Galopp eine Runde um den Waisenhausplatz geritten wäre.

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