Der Ort der Toten ist Lebensraum für viele Arten

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Tiere und Pflanzen lieben das Areal des Pforzheimer Stadtfriedhofs

Pforzheim. Wenn es Nacht wird und die letzten Besucher auf zwei Beinen verschwunden sind, dann kommt er. Langsam schleicht er zwischen den alten Bäumen hindurch, schnüffelt suchend an den Papierkörben, verharrt plötzlich im Schatten der großen Steine und lauscht den nahen Geräuschen aus der Stadt. Aber von dort droht keine Gefahr: Meister Reinecke ist am sichersten Ort unterwegs, den das nächtliche Pforzheim einem Fuchs bieten kann, auf dem Pforzheimer Stadtfriedhof.

Auch Eichhörnchen genießen die sprichwörtliche Friedhofsstille.

Auch Eichhörnchen genießen die sprichwörtliche Friedhofsstille. Foto: Lechner

Keine Jogger, keine Fahrradfahrer, keine frei laufenden Hunde oder lärmenden Wandergruppen und vor allem keine Jäger stören seinen nächtlichen Raubzug. Die Ruhe auf dem mehr als 130 Jahre alten Stadtfriedhof hat sich aber nicht nur unter den Füchsen in der Nachbarschaft herumgesprochen. „Der Pforzheimer Stadtfriedhof ist wohl der artenreichste Lebensraum, den die Stadt zu bieten hat, aber nicht nur das, er ist auch artenreicher als viele ähnlich große Lebensräume in der Natur“, erklärt Manfred Bauer, der im städtischen Umweltamt unter anderem für den Artenschutz zuständig ist.

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