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Erfolgreicher Abschluss des Integrationskurses: Teilnehmerinnen lernen weit mehr als Grammatik

„DTZ bestanden“: Darüber freuen sich 17 Teilnehmerinnen eines Integrationskurses in Mühlacker. Sie sind stolz auf das Zertifikat, das ihnen den erfolgreichen Abschluss des „Deutschtests für Zuwanderer“ bestätigt.

Nicht zufällig posieren die Teilnehmerinnen auf einer Brücke, ist die neu erlernte Sprache doch für sie wie eine Brücke auf dem Weg in die neue Heimat. Rechts, im roten Pulli, Irmela Nagel.

Nicht zufällig posieren die Teilnehmerinnen auf einer Brücke, ist die neu erlernte Sprache doch für sie wie eine Brücke auf dem Weg in die neue Heimat. Rechts, im roten Pulli, Irmela Nagel. Foto: privat

Mühlacker. „Für manche war es das erste Zeugnis ihres Lebens“, berichtet Kursleiterin Irmela Nagel, die ihren Schülerinnen das wichtige Papier überreichte. „Fast ein Jahr lang haben wir uns viermal in der Woche, von Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr, in den Räumen der Familienbildung im Erdgeschoss des Mühlehofs getroffen und gelernt. Ziel des Kurses ist es, deutsche Sprachkenntnisse in einem Umfang zu vermitteln, dass der Alltag hier bewältigt werden kann.“ Der Kursus gliedere sich in einen Basis- und einen Aufbaukurs, bestehend aus sechs Modulen unterschiedlicher Leistungsstufen mit insgesamt 600 Unterrichtsstunden à 45 Minuten, als reiner Sprachkurs. Darauf baue ein Orientierungskurs von 60 Unterrichtsstunden auf, in denen die deutsche Rechtsordnung, Kultur und Geschichte auf dem Stundenplan stehe. Dieser Stoff werde mit praktischen Lernkarten zu insgesamt 250 Fragen aus den vorgenannten Themenkreisen aufgeschlüsselt. „Aus diesem Pool werden den Prüflingen 25 Fragen vorgelegt, die sie im abschließenden Test innerhalb von 45 Minuten beantworten müssen“, erklärt Nagel. „Das können Fragen zu unseren Verfassungsorganen, zu den Grundrechten, zum Föderalismus, zum Nationalsozialismus und der Nachkriegsgeschichte, zur religiösen Vielfalt oder Bildung und Familie sein. Die Bandbreite ist groß, und alle Themenbereiche müssen während des Kurses durchgearbeitet werden.“ Das Lernen sei aber kein stures Büffeln, sondern didaktisch so aufbereitet, dass sich möglichst alle Teilnehmerinnen, trotz ganz unterschiedlichem Bildungshintergrund, angesprochen fühlen.

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