Dekanat startet Spendenaktion

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Mühlacker (pm). Am Samstag, 2. Juni, startet das katholische Dekanat Mühlacker seine Spendenaktion „Hilfe für Erbil“. Ein Gottesdienst um 18.30 Uhr in der Herz-Jesu-Kirche und ein bunter Abend im Gemeindezentrum ab 20 Uhr bilden den Auftakt für das 100000-Euro-Projekt. Mit dieser Summe wollen die Katholiken Flüchtlinge im Irak unterstützen. Die Stadt Erbil hat dort vor drei Jahren innerhalb weniger Wochen 120000 christliche Flüchtlinge aufgenommen, die aus Mossul und den Dörfern der Ninive-Ebene von den IS-Milizen vertrieben worden waren. Staatliche Strukturen existieren praktisch nicht; der chaldäisch-katholische Erzbischof Bashar Warda sorgt in Erbil dafür, dass die Binnenflüchtlinge Wohnungen, Bildung und Arbeit bekommen. „Die verfolgten Christen aus dem Irak fühlen sich oft von uns im Stich gelassen. Wir wollen nach unseren Möglichkeiten dazu beitragen, dass sie in ihrer Heimat eine Zukunft haben“, begründet Dekan Claus Schmidt das Engagement des Dekanats. Konkret soll ein Wohnkomplex mit 54 Wohnungen ausgebaut und eingerichtet werden. Alles werde vor Ort angefertigt und sorge damit für Arbeit und Einkommen, so der Dekan. Inzwischen gebe es auch eine starke Auslandsgemeinde der chaldäischen Christen, die ihrerseits das Projekt unterstütze. So werden Pfarrer Sizar Happe und Subdiakonin Younia Hilbert aus Stuttgart bei der Auftaktveranstaltung aus ihrer Heimat berichten. Als Vertreter des Rottenburger Bischofs wird Domkapitular Dr. Heinz-Detlef Stäps die Messe mitfeiern. „Junge Männer und Frauen aus Syrien und dem Irak, die in unserer Gemeinde Anschluss gefunden haben, werden uns am Samstag auch kulinarisch an ihrer Kultur teilhaben lassen“, verspricht Dekan Schmidt.

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