Das Motto zur WM: Torschuss statt Abschuss

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Koma-Saufen: Experten setzen auf Prävention – Maßgeschneiderte Kampagne zur Fußball-Weltmeisterschaft vorgestellt

Pforzheim. Die Zahl der Jugendlichen, die mit einer Alkoholvergiftung in Krankenhäuser in Pforzheim und dem Enzkreis eingeliefert wurden, ist höher als in den Vorjahren. Das ist für die Kommunale Suchtbeauftragte des Enzkreises Anlass, um zu einem Pressegespräch zusammen mit dem Arbeitskreis einzuladen. Doch davon, den Teufel an die Wand zu malen, ist man weit entfernt bei einer Zahl von 64 jugendlichen Alkoholleichen unter 17 Jahren. Diese absolute Zahl, die man dann aber in Gesamtzusammenhang setzen müsse, stammt aus dem Jahr 2016. Die Zahlen des vergangenen Jahres liegen nicht vor. Im Vergleich zu den Jahren 2014 (52 alkoholvergiftete Jugendliche) und 2015 (45) ist allerdings eine deutliche Steigerung wahrzunehmen.

Das Motto zur WM: Torschuss statt Abschuss

Der richtige Zeitpunkt, um mit einem WM-Planer auch auf die Gefahren des Alkohols hinzuweisen: die Suchtbeauftragte Petra Fakler (Mitte) mit Mitgliedern des Arbeitskreises. Foto: Roth

„Zurücklehnen“ gibt es nicht, und die Situation ist nach Meinung von Sabine Fingberg von Plan B alles andere als „entspannt“. „Erklären kann man das nicht, nur spekulieren“, sagt Petra Fakler, die erläutert, dass die Vorfälle mit deutlich alkoholisierten Jugendlichen in Pforzheim ein größeres Thema seien als im Enzkreis, dass man aber landesweit noch unter dem Durchschnitt liege. Feststellen konnte man, dass die Alkopops noch 2004 eine große Rolle spielten. Darauf hat der Arbeitskreis Alkoholprävention Enzkreis/Stadt Pforzheim aktiv reagiert und auf die Problematik aufmerksam gemacht. Als die Alkopops teurer wurden, sind die Jugendlichen dann oft auf puren Hartalkohol umgestiegen wie etwa Wodka. Ein Einstiegsgetränk – auch bei den Erwachsenen.

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