„Corona ist nicht wirklich überraschend“
Lokales Online
Ötisheimer Krimiautor hat schon 2016 vor Zoonosen gewarnt – Seine Fiktion ist plötzlich Realität geworden
Carsten Höpfler, Krimiautor aus Ötisheim-Schönenberg, beschäftigt sich in seinen Büchern mit bedrohlichen Szenarien, die von der Öffentlichkeit gar nicht so richtig wahrgenommen werden, uns jetzt aber mit der Coronakrise plötzlich mit voller Wucht treffen. Foto: privat
Ötisheim. Angesichts der Parallelen zwischen dem Szenario in seinem Buch und der Wirklichkeit 2020 ist Höpfler selbst ein wenig überrascht, aber bei genauerem Hinsehen sei genau das eingetreten, wovor er 2016 schon gewarnt habe: eine Zoonose, bei der ein Virus vom Tier zum Mensch überspringt. „Ich habe für mein Buch ,Geboren, um zu sterben‘ ausgiebig recherchiert. Zoonosen sind alles andere als außergewöhnlich“, sagt Höpfler. Tatsächlich sind weltweit über 200 Zoonosen bekannt, darunter auch Zika oder Ebola. „Nur hat das niemand so richtig interessiert. Die Virusinfektionen waren ja weit weg“, hätte sich Höpfler gewünscht, es wären schon viel früher Milliarden in Forschung und Entwicklung geflossen, um sich auf solche Pandemien vorzubereiten. „Stattdessen haben wir immer gedacht: Wir leben in einer Welt, die wir beherrschen. Und auch die Warnschüsse durch Naturkatastrophen und den Klimawandel verhallen.“ Und dann springt ein kleines Virus auf einem Markt im chinesischen Wuhan auf einen Menchen über und verändert in wenigen Monaten die Welt... Wobei Coronaviren eigentlich auch nichts Neues sind.
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