Corona-Angst löst psychotischen Schub aus
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21-Jähriger klaut im Kaufland Waren für eine Weltuntergangsparty. Seine Verfolger hält er mit einem Messer auf Distanz.
Pforzheim. Hamsterkäufe waren Mitte März normal. Wie verrückt war der Diebstahl eines voll beladenen Einkaufswagens aus dem Pforzheimer Kaufland für eine Weltuntergangsparty? Das muss die Auswärtige Große Strafkammer des Landgerichts in Pforzheim klären. Für den Angeklagten könnte der besonders schwere räuberische Diebstahl mit der Unterbringung in einer forensischen Psychiatrie enden.
Ein Schulfreund aus China soll den Angeklagten vor einer bevorstehenden „Hölle“ gewarnt haben. „Schnapp Deine Sachen und guck, dass Du Dich verschanzt“, will der 21-Jährige per Facebook eine Schreckensnachricht bekommen haben. Rund eine Woche habe er sich dann in die Angst vor Apokalypse und Corona-Virus hineingesteigert. „Ich habe mich berauscht. Ich habe Drogen genommen. Ich war voll auf Psychose“, analysierte der Angeklagte vor dem Gericht seinen damaligen labilen Zustand, bevor er am Morgen des 16. März zur Tat schritt, im Kaufland einen Einkaufswagen mit Bier, Red Bull und weiteren Waren im Wert von 315,49 Euro belud und sich damit wenig heimlich in Richtung Oranienstraße und Oststadtpark aus dem Staub machte – mit einem Verfolgertross aus fünf Supermarktmitarbeitern im Schlepptau.
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