Busanbindung sorgt für dicke Luft

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Aussagen des VCD-Landesvorsitzenden Lieb bringen den Maulbronner Bürgermeister auf die Palme

Maulbronn. Nachdem der Maulbronner Bürgermeister Andreas Felchle zusammen mit Vertretern des ÖPNV und dem Vize-Landrat Wolfgang Herz im Rahmen eines Pressetermins die Busanbindung des Bahnhofs Maulbronn-West öffentlich als Erfolg dargestellt hat (wir berichteten), schlägt ihm aus den Reihen der Bürgerinitiative „Maulbronn am Zug“ heftige Kritik entgegen. Auch der Landesvorsitzende des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), Matthias Lieb aus Mühlacker, äußerte nach dem Termin öffentlich Kritik. Peter Wilhelm, Sprecher der Liste Mensch und Umwelt im Maulbronner Gemeinderat, machte bei der jüngsten Sitzung des Gremiums deutlich, dass die Busanbindung aus seiner Sicht „kompromisslos“ dargestellt worden sei. Daraufhin platzte dem Bürgermeister der Kragen, wobei sich sein Zorn vor allem gegen Lieb richtete, den er als „Schmalspur-ÖPNVler“ bezeichnete, der alle Verkehrspläne auswendig kenne, aber nicht in Zusammenhängen denken könne. Lieb verbreite „üble Lügen über Maulbronn“ und stelle dreiste und falsche Behauptungen auf. Dabei bezog Felchle sich auf eine Pressemitteilung, in der der VCD-Vertreter unter anderem die langen Wege und kurzen Umsteigezeiten in Sachen Busanbindung beklagt hatte.

Nicht nur der Bürgermeister wehrt sich gegen Kritik. Auch Stadtrat Hans-Peter Lehner von der CDU-Fraktion machte seinem Ärger über Leserbriefschreiber der Bürgerinitiative Luft. „Der Tonfall stimmt nicht, das ist zum Teil beleidigend“, betonte er. Da werde der gesamte Gemeinderat öffentlich auf eine Weise angegangen, die nicht akzeptabel sei.

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