Bisam ist unverwüstlich und überall daheim
Enzkreis
Erlebnis Natur: Serie im Mühlacker Tagblatt stellt die Einwanderer in die heimische Tier- und Pflanzenwelt vor, die nicht immer eine Bereicherung sind. Heute: die Bisamratte.
Praktisch auf der ganzen Welt heimisch – auch im Enzkreis: die Bisamratte, die tatsächlich gar keine Ratte, sondern die größte Wühlmaus-Art der Welt ist. Foto: Lechner
Enzkreis. Eines der Säugetiere, die sich mit menschlicher Hilfe fast über die ganze Welt ausbreiten, ist die Bisamratte. Ursprünglich nur in Nordamerika beheimatet ist das dem Nutria ähnelnde Tier heute ein echter Kosmopolit. Die ersten Bisamratten brachte der Fürst Joseph Colloredo Mansfeld 1905 von einer Jagdreise aus Alaska mit nach Böhmen. Auf seinem Gut in der Nähe von Prag setzte er die drei männlichen und zwei weiblichen Tiere aus. Was der blaublütige Herr sich dabei gedacht hat, weiß heute niemand mehr, aber was man weiß, ist, dass Nachkommen der fünf Tiere bereits 1915 erstmals in Bayern auftauchten. Wenige Jahre später hatte die Bisamratte dann ganz Ost- und Südosteuropa erobert.
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