Bis an die Schmerzgrenze komisch
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Premiere der Komödie „Adams Äpfel“ am Theater Pforzheim
Pforzheim (pm). Ein Titel, der Fragen aufwirft. Eine Handlung, die alle nur denkbaren Klischees und Vorurteile kritisch gegen den Strich bürstet und voller Ironie und biblischer Verweise steckt. Und ein Humor, der makaber und schwärzer nicht sein könnte: Das alles steckt in der Komödie „Adams Äpfel“ des dänischen Regisseurs und Drehbuchautors Anders Thomas Jensen. Der Film stammt aus dem Jahr 2005 und wurde auf vielen Filmfestivals weltweit ausgezeichnet; für die Bühne wurde das Stück bearbeitet von K. D. Schmidt. Die Komödie „Adams Äpfel“ feiert am Freitag, 5. Juni, um 20 Uhr im Podium des Theaters Pforzheim ihre Premiere; Regie führt Schauspieldirektor Murat Yeginer.
Adam, Neonazi aus Leidenschaft, hat seine Haftstrafe zwar verbüßt, muss aber beim Dorfpfarrer Ivan noch an einer Rehabilitationsmaßnahme teilnehmen. Dort trifft er auf eine illustre Runde skurriler Gestalten, die alle straffällig geworden sind und von Ivan resozialisiert werden sollen. Dieser hat allerdings sehr besondere Methoden, um seine Schäfchen auf Kurs zu bringen: Mit einem Höchstmaß an Freundlichkeit und Optimismus gelingt es ihm, alle ernsthaften Probleme und Abgründe seiner Schützlinge zu ignorieren und sich die Welt so zu schaffen, wie sie ihm gefällt. Alles Schlechte hält er für eine Prüfung des Satans, dem es mit Beharrlichkeit und Gottesglauben zu widerstehen gilt. Adam fühlt sich durch diesen unbeirrbaren Glauben an das Gute so provoziert, dass er den Vorsatz fasst, Ivans Weltbild zu zerstören und ihm zu beweisen, dass Gott ihn hasst. Seine gewählte Aufgabe, einen Apfelkuchen zu backen, verfolgt Adam zunächst lustlos. Als jedoch der Apfelbaum von Plagen heimgesucht wird, entwickelt die Truppe einen erstaunlichen Ehrgeiz, Adams Projekt zu retten.
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