„Billigfleisch-Käufer machen sich mitschuldig“

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BUND-Regionalverband und Landestierschutzverband üben scharfe Kritik an Missständen in großen Schlachtbetrieben

Pforzheim (pm). Pro Jahr esse jeder Deutsche im Durchschnitt 59 Kilogramm Fleisch, so der BUND-Regionalverband Nordschwarzwald. Die negativen Folgen für Umwelt, Klima, Tiere und Menschen seien weltweit, landesweit und auch lokal auszumachen. Das größte Leid treffe dabei die Schwächsten. Massentierhaltung mit minimalen Standards bei Aufzucht, Haltung und Transport oder Keulungen ganzer Bestände im Seuchenfall gehörten genauso in diese Reihe wie fragwürdige Beauftragungen von Subunternehmern und die Unterbringung von Werksvertragskräften in Massenunterkünften. Als Folge dieser Wirtschaftsweise hätten sich 399 Mitarbeitende der Müller Fleisch GmbH mit dem Coronavirus infiziert. Das Unternehmen dürfe – weil systemrelevant – trotzdem weiterproduzieren.

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