Behörde entdeckt Legionellen

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Im betroffenen Gebäude in Bauschlott herrscht bis auf Weiteres ein Duschverbot

Neulingen-Bauschlott/Pforzheim. Über nächtliche Hustenattacken und hartnäckige Bronchienerkrankungen haben Bewohner eines Mehrfamilienhauses an der Bauschlotter Lindenstraße in den vergangenen Monaten ziemlich häufig geklagt. Jetzt stellte das Gesundheitsamt im Trinkwasser des Gebäudes Legionellen fest. Den Bewohnern ist das Duschen bis auf Weiteres untersagt. Denn die sogenannte Legionärskrankheit überträgt sich vor allem durch das Einatmen von Bakterien, die bei aufgedrehtem Wasserhahn durch den Sprühnebel der Brause frei werden. Seit November 2011 ist jeder Hausbesitzer eines Mehrfamilienhauses ab drei Wohnungen verpflichtet, sein Trink- und Duschwasser jährlich durch ein vom Gesundheitsamt zugelassenes Unternehmen untersuchen zu lassen – was wohl nur zögerlich umgesetzt wurde. Vermutlich hatte sich die neue Verordnung bei Hausbesitzern und Betrieben zum Teil nur langsam herumgesprochen. „Wenn alles gemeldet würde, wie vorgesehen, würden wir vor Mehrarbeit nicht mehr aus den Augen gucken können“, hatte im Vorjahr Roswitha Kull, die Leiterin des Gesundheitsamtes des Enzkreises, noch geklagt.

Legionellen im Wasser: Mit einem Duschverbot müssen die Menschen in diesem Bauschlotter Wohnblock derzeit leben.

Legionellen im Wasser: Mit einem Duschverbot müssen die Menschen in diesem Bauschlotter Wohnblock derzeit leben.

Wegen des enormen bürokratischen Aufwands gab es inzwischen eine Änderung. Mitte des vergangenen Jahres wurde die Verordnung modifiziert. Die Untersuchung muss nun nur alle drei Jahre durchgeführt werden, berichtet ein Mitarbeiter der Firma „Wasserpur“ in Serres, das eines der vom Landkreis akkreditierten Unternehmen ist.

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