Baustellen bremsen Busverkehr aus

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Ältere Anwohner beklagen, dass der Stadtbus den Berliner Ring seit Monaten nicht bedienen kann

Mühlacker. Seit Ende Mai fährt kein Bus mehr über den Berliner Ring ins Mühlacker Wohngebiet „Heidenwäldle“. Grund: Die Stadtwerke Mühlacker arbeiten dort an der Infrastruktur für Strom-, Gas- und Wasserleitungen. „Dass das Heidenwäldle so lange Zeit vom Busverkehr abgeschnitten ist, ist eine Sauerei“, sagt Bernd Meeh. Der 74-Jährige fährt selbst noch Auto und ist nicht auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen, doch er denkt nicht an sich, sondern an „die vielen älteren Menschen aus dem hinteren Bereich des Wohngebiets“, die den Bus brauchen – beispielsweise für Einkäufe. „Zumindest ein kleiner Shuttleservice hätte angesichts der langen Bauzeit eingerichtet werden können.“ Nach Meehs Informationen dauern die Arbeiten, die ursprünglich am 15. September hätten fertig werden sollen, nun auch noch bis Ende Oktober. „Da hätte man sich doch über eine Lösung Gedanken machen müssen, es leben schließlich viele Menschen im Heidenwäldle“, kritisiert Meeh.

Baustellen bremsen Busverkehr aus

An der Haltestelle Ernst-Reuter-Straße hat schon lange kein Bus mehr angehalten. Foto: Disselhoff

Bürgern, die rund um den Berliner Ring herum leben, bleibt derzeit nichts anderes übrig, als zur Haltestelle „Behr“ an der Lienzinger Straße zu laufen, wenn sie den Stadtbus nutzen wollen. Rolf Aichelberger, bei den Stadtwerken Mühlacker zuständig für den Stadtbus, bedauert die Situation außerordentlich und hat Verständnis für den Unmut der Bürger, die auf den Bus angewiesen sind. Dass gleich drei Haltestellen im Bereich des Berliner Rings im Wohngebiet „Heidenwäldle“ nicht angefahren werden können, sei alles andere als optimal, man habe das jedoch nicht anders lösen können. „Wir kommen mit dem Bus einfach nicht durch“, bittet Aichelberger die Bewohner im Bereich des Berliner Rings um Verständnis. Der Zwölf-Meter-Bus sei nicht nur zu breit, sondern könne aufgrund seiner Maße im Berliner Ring auch nirgendwo wenden. „Und einen kleinen Bus haben wir nicht in unserer Fahrzeugflotte.“ Auf die Frage, ob es nicht denkbar gewesen wäre, einen kleineren Bus zeitweise zu mieten, sagt Aichelberger: „Irgendwo muss ich auch an die Kosten denken.“

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